Der 62-Jährige hat davon nichts mehr mitbekommen. Er sitzt seit gestern im Gefängnis. In der Nacht zu Mittwoch hatte er seine Ehefrau im Loxstedter Ortsteil Hohewurth umgebracht. Morgens griff er dann selbst zum Telefonhörer, wählt die Notrufnummer 110 und zeigte sich selber an.
Warum er mit dem Hammer auf seine vier Jahre ältere Frau eingeschlagen hat, ist noch unklar. Der Mann ist zwar geständig und habe ein Motiv genannt, verrät Staatsanwalt Kai Thomas Breas. „Aber das hat uns nicht überzeugt“, so Breas. Was der Täter als Grund angegeben hat, wollte er der Öffentlichkeit aber nicht preisgeben. Nur so viel: „Wir ermitteln weiter.“
Klar ist aber, dass der 62-Jährige sich wegen Mordes vor dem Landgericht Stade verantworten muss. Die Attacke, die das Opfer völlig unvorbereitet im Schlaf getroffen habe, sei heimtückisch gewesen und aus diesem Grund als Mord zu bewerten, begründete Breas. Das sah auch der Richter so, der den Mann gestern in Haft nahm. Dem Täter könnte, wenn tatsächlich wegen Mordes verurteilt wird, eine lebenslange Haftstrafe drohen.
Geschockt von der grausamen Tat, die in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft passiert ist, zeigten sich gestern die Einwohner der Stadtrandgemeinde. Das Ehepaar war erst vor etwas über einem halben Jahr nach Loxstedt gezogen, in die kleine Siedlung Hohewurth mit ihren 40 Häusern. „Nette Leute, unauffällig, höflich, gepflegt“, fand eine Nachbarin. Nie hätte sie mit solch einer Tat gerechnet.
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