Hermann Ochner erläuterte den Teilnehmern der „NZ+Ich“-Aktion, wie Spätzle produziert werden. Und natürlich konnten die Leser auch die Produktion von Fisch- und Fertiggerichten mitverfolgen. Foto Brocks
Hermann Ochner erläuterte den Teilnehmern der „NZ+Ich“-Aktion, wie Spätzle produziert werden. Und natürlich konnten die Leser auch die Produktion von Fisch- und Fertiggerichten mitverfolgen. Foto Brocks

„Immer noch viel Handarbeit“

Draußen zeigt das Thermometer mehr als 30 Grad, davon aber ist in den Frosta-Produktionshallen im Fischereihafen wenig zu spüren: In den Fabrikhallen saust gefrorener Fisch mit rasanter Geschwindigkeit über die Produktionsstraßen und Gemüse brutzelt in riesigen Kesseln. Bei einer „NZ+Ich“-Aktion verfolgten 15 Leser der NORDSEE-ZEITUNG, wie Fisch- und Fertiggerichte entstehen.

„Wir verzichten auf Aromen, Farbstoffe und andere Zusatzstoffe“, klärte Produktmanagerin Ina Haase die Besucher über das hauseigene Reinheitsgebot und Transparenzversprechen auf. Ina Haase verriet auch, dass von der Produktidee bis zur Umsetzung manchmal mehr als sechs Monate vergehen – und Köche, Lebensmitteltechniker und Mitarbeiter aus der Produktion gemeinsam über den Geschmack bestimmen.

„Hygiene ist sehr wichtig

Anschließend ging es – mit Vliesmäntel und Hauben ausgestattet – in die Produktion. „Hygiene ist sehr wichtig“, betonte Produktionsleiter Hermann Ochner. In der ersten Halle werden große Fischblöcke – mal maschinell, mal mit der Hand – in kleine Teile zersägt und zu Stäbchen, Schlemmerfilets und Backfisch weiterverarbeitet. Rund 150 Tonnen Fisch werden tagtäglich im Bremerhavener Werk verwertet. Das Herzstück der Produktion, die Fischstäbchenlinie, ist durch ein großes Schaufenster auch von außen zu sehen. Die zugeschnittenen und panierten Stäbchen brutzeln rund 30 Sekunden in einer Fritteuse: „Dadurch haftet die Panade. Der Kern bleibt aber gefroren“, erklärte Hermann Ochner.
In einer riesigen Pfanne mit Rührwerk brutzelten beim Besuch der NZ-Leser Karotten, Zwiebeln und vielerlei mehr. Denn auch Fertiggerichte wie Nasi Goreng, Paella oder Gemüsepfannen werden bei Frosta täglich zubereitet, abgewogen und verpackt. „Rund 300 Tonnen sind das täglich“, verriet Ochner.

Frosta produziert auch Nudeln

In einer anderen Halle dreht sich alles um Pasta: „Wir produzieren die Nudeln und Spätzle für unsere Gerichte selbst“, betonte Ochner. In einer riesigen Rührschüssel entsteht der Teig, ein paar Meter weiter wird er in Form gepresst, dann werden die Nudeln gekocht – und können im Haus weiterverarbeitet werden. „Mir war nicht klar, das Frosta die Nudeln selbst produziert“, sagte NZ-Leser Benjamin Mamerow. Auch die Produktion der Schlemmerfilets fand der 31-Jährige interessant: „Ich wollte schon immer wissen, wann und wie der Belag auf den Fisch kommt.“

Egal ob Fisch- oder Fertigprodukt: In Kartons verstaut und auf Paletten gestapelt rollt die Ware in moderne vollautomatische Hochregallager. Bis zu 1200 Paletten werden dort täglich an- und abgefahren. „Beeindruckend“, sind sich die Leser einig.

Produktion ohne Zusatzstoffe

„Eigentlich koche ich meist selbst. Aber wenn es schnell gehen soll, verwende ich auch mal Frosta-Gerichte“, sagte Brigitte Faber. Sie sei neugierig gewesen, wie diese hergestellt werden. „Es war sehr interessant, die Abläufe von der Herstellung zum Vertrieb kennenzulernen“, sagte Andrea Löwener-Kalweit (65): „Am spannendsten war für mich, dass die Fischblöcke zum Teil noch von Mitarbeitern zersägt wurden.“

„Ich war überrascht, wie viel tatsächlich noch in Handarbeit gemacht wird“, staunte auch Peter Skrodolies. Der 46-Jährige interessierte sich besonders für die Produktion ohne Zusatzstoffe: „Ich wusste, dass das Unternehmen ein Reinheitsgebot hat und wollte wissen, wie das umgesetzt wird.“