Mit ihren farbenfrohen Blütenkränzen waren die Teilnehmer der „NZ+Ich“-Aktion im Gartencenter Wassenaar sichtlich zufrieden. Foto: Brocks
Mit ihren farbenfrohen Blütenkränzen waren die Teilnehmer der „NZ+Ich“-Aktion im Gartencenter Wassenaar sichtlich zufrieden. Foto: Brocks

Ein blumiger Blickfang

Bremerhaven. Der erste Schnitt kostet Überwindung: „Ich kann die Hortensie doch nicht einfach köpfen“, sagt Marion Zieseniß und seufzt. Dann aber greift die 53-Jährige zum Messer, schneidet beherzt eine Blüte ab und steckt sie auf einen Rohling. Bald schmiegen sich unterschiedliche Blüten aneinander, ein dekorativer Kranz entsteht. Bei einer „NZ+Ich“-Aktion lernten 25 Leserinnen der NORDSEE-ZEITUNG im Gartencenter Wassenaar, wie sie einen frühlingshaften Blütenkranz gestalten können und erhielten Tipps für ihre Osterdeko.

„Wenn man mit Blumen dekoriert, sind der Fantasie eigentlich keine Grenzen gesetzt“, sagt Floristin Michelle Büsing. Mit wenigen Handgriffen lasse sich etwa ein Bund Tulpen in einen echten Hingucker verwandeln. Dazu werden Heidelbeerzweige, Vergissmeinnicht und ein paar Tulpen zusammen mit ein wenig Drehweide in einer Vase angeordnet: „Fertig ist der Frühlingsgruß“, sagt Büsing. Wichtig sei es, die Blätter der Tulpen zu entfernen. „Sonst fängt das Wasser schnell an zu gammeln.“ Ansonsten seien Tulpen sehr pflegeleicht.

Auch die Gestaltung eines hübschen Blütenkranzes ist für die erfahrenen Floristinnen „ganz leicht.“ Die NZ-Leserinnen aber stehen schon am Anfang vor einem großen Problem, denn die Auswahl fällt angesichts der vielen farbenfrohen Frühlingsblumen schwer. „Alle Blumen sind so schön. Es ist wirklich schwer, sich zu entscheiden“, sagt Marion Zieseniß. Ihr Kranz solle ein „hübscher Farbtupfer“ werden. „Ich lerne heute ganz viel“, freut sich die 53-Jährige und macht sich wieder ans Werk. Dabei schielt sie auch immer mal wieder auf die Nachbartische: „Hier bekommt man so viel Inspiration“, freut sich Zieseniß.

Für den Kranz stecken die Hobby-Floristinnen erst kleine Pistazienzweige auf einen Steckschwamm, der bewässert werden kann. Anschließend kommen allerlei Blüten – etwa Hortensien, Chrysanthemen und Tulpen – hinzu. „Am besten kombiniert man größere mit kleineren Blüten“, rät Büsing. Besonders hübsch werde der Kranz, wenn die Blüten unterschiedliche Farben und Formen hätten. „Je abwechslungsreicher, desto interessanter sieht der Kranz am Ende aus“, weiß die Floristin.

Für Blüten in Rosé und Blau hat sich Heike Pfau entschieden: „Das sieht hübsch aus und passt perfekt in meine Wohnung“, sagt die Hobby-Floristin, die gerne mit Blumen und Blüten dekoriert. „Wir wurden hier sehr gut angeleitet und ich werde das auf jeden Fall noch öfter machen“, sagt die 73-Jährige. Schließlich habe sie zahlreiche Hortensien im Garten.
„Ich liebe Blumen und verbringe gerne Zeit im Garten“, sagt Ingid Schuster: Beim Kranzbinden brauchte sie zwar immer mal wieder Unterstützung: „Für den ersten Versuch bin ich aber zufrieden. Ich denke, dass ich das zu Ostern noch einmal ausprobieren werde, dann als Geschenk.“