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Strapazen erlebbar machen

Mitte (guh). Auswanderung erlebbar machen – mit diesem Konzept will das Deutsche Auswandererhaus Kinder von vier bis 10 Jahren begeistern. Voller Eindrücke und Erlebnisse, versprechen die Macher, soll auch das Sommerprogramm im Kindermuseum sein.  

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Bislang wurde mit einem speziellen museumspädagogischen Angebot lediglich die junge Zielgruppe der Mittel- und Oberstufen angesprochen. Künftig sollen sich auch die Jüngsten mit der Thematik spielerisch auseinandersetzen, skizziert DAH-Direktorin Dr. Simone Eick den Anspruch.

Für die simulierte Fahrt über den großen Teich wurden allerlei kindgerechte Requisiten entwickelt, für die Kinderbibliothek spezielle Mal- und Lesebücher angeschafft. Typische Reisegegenstände wurden eigens für ein Fühl-Memorie gefertigt, spezielle Spielkarten entworfen; „Es hat unheimlich Spaß gemacht, das Programm vorzubereiten“, sagt die zuständige Pädagogin Jessica Fritz.

In einem eigens aufgelegten Flyer sind die unterschiedlichen Varianten der „Reise in die neue Welt“ zusammengefasst: als Rollenspiel für Kindergarten- und Grundschulgruppen, als Schnitzeljagd auf Entdeckertour durch das Museum, oder, die kulinarischen Eigenheiten von anno dunnemal beim Kindergeburtstag im DAH.

Dazu kommt noch jeweils ein spezielles Ferienprogramm, bei dem die jungen Teilnehmer zwischen unterschiedlichen Themen wählen können. In einem mehrtägigen Workshop werden Postkartenmotive aus der Heimat entworfen. Ein weiteres Angebot beinhaltet das Packen für Auswanderer typische Koffer. „Wir wollen dabei kein reines Wissen vermitteln sondern in Rollenspielen nachempfinden, wie sich die Auswanderer gefühlt haben“, sagt Jessica Fritz. Das Abenteuer für die Kinder beginnt damit, in fremde Rollen zu schlüpfen.

Mit einem weiteren Angebot will das Kindermuseum den langen Weg eines T-shirts nachzeichnen. „Wir zeigen den Kindern, dass die Kleidung schon einen langen Weg hinter sich hat, bevor sie gekauft wird“, sagt Dr. Simone Eick. Für die Finanzierung des Zusatzangebotes fand das DAH bei der Sparkasse Bremerhaven ein offenes Ohr. Die fördert schon seit der DAH-Eröffnung speziell die Jugendangebote.

Für Sparkassenvorstand Claus Brüggemann ist es selbstverständlich, dass auch der Nachwuchs verinnerlicht, dass das Thema Auswanderung untrennbar mit der Stadt verbunden ist: „Der Idealfall wäre es, wenn alle Kinder die Möglichkeit erhalten, so früh wie möglich in die Ausstellung zu kommen.“

Artikel vom 07.07.09 - 10:40 Uhr
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