Observatory. Am Samstag hat mein geliebter Laptop, den ich seit sechs Jahren an meiner Seite habe, den Geist aufgegeben.
Ich möchte mich vorweg schnell entschuldigen, dass der letzte Artikel erst so spät erschienen ist. Am Freitagabend hat mir meine Schwester eine Sms geschrieben und gefragt, ob bei mir alles in Ordnung ist, da ich Donnerstag und Freitag keinen Artikel hochgeladen habe. Ich habe dann im Internet nachgeschaut und gesehen, dass ich zwei wichtige Felder beim Hochladen am Donnerstag übersehen hatte.
Die letzte Woche war ziemlich langweilig. Die Kinder haben seit sieben Tagen Schulferien, daher fahren wir jetzt immer morgens in die Townships, um zu unterrichten. Am Freitag sind um die fünfzehn Kinder von Khayelitsha zu unserem Hauptgebäude von Dance for All gefahren wurden, um hier Ballettunterricht zu bekommen und Ballettvideos zu schauen. Danach haben wir alle zusammen Suppe gegessen und sind nach Hause gefahren. Ich habe mich dann direkt auf den Weg zu Dr. R. gemacht, da ich seit zwei Monaten einen Ringwurm auf meinem rechten Unterarm habe und der einfach nicht weggehen will. Es war mein erster Arztbesuch in Südafrika und ich habe gleich einen Unterschied feststellen können. Ich glaube, ich habe schon mal erzählt, dass viele Menschen in Südafrika keine Krankenversicherung haben, da diese in den meisten Fällen viel zu teuer ist und man in einigen Kliniken für normale Krankenbesuche nichts bezahlen muss. Beim Arzt wurden meine Daten, wie Name, Geburtstag und Anschrift aufgenommen und ich durfte mich für eine Minute ins Wartezimmer setzen, bevor mich Dr. R. aufrief. Das Arztzimmer hat sich nicht wirklich von anderen Praxisräumen in Deutschland unterschieden und auch der Arzt war sehr freundlich und nett. In Südafrika muss man nach einem Arztbesuch sofort bezahlen, wobei die Ärzte hier unterschiedlich viel nehmen. Dr. R. nimmt für eine Sitzung 320,00 Rand (umgerechnet sind das um die 31,00 Euro), der Arzt gleich um die Ecke von Dance for All nimmt zum Beispiel nur 200,00 (um die 19,00 Euro).
Freitagabend hatten wir noch einen Braai (Grillabend) bei uns Zuhause, da eine Freundin von uns Geburtstag hatte. Samstag habe ich dann an meinem Laptop gearbeitet und dabei gesehen, dass ich schon lange keine Systemprüfung mehr gemacht habe. Ich habe dann eine gestartet und dabei zehn Warnungen für einen Virus bekommen. Mitten drinnen ist mein Computer abgestürzt, aber ich habe mir dabei nicht viel gedacht, da das sehr häufig passiert. Ich habe danach dreimal versucht den Computer wieder zu starten, aber er ist immer wieder nach ein paar Sekunden abgestürzt. Nun lässt er sich überhaupt nicht mehr anmachen. Ich habe die Artikel für die Nordsee-Zeitung immer an meinem Laptop geschrieben, da das nun nicht mehr möglich ist, werde ich versuchen die Artikel auf der Arbeit zu schreiben, wenn ich dafür Zeit habe, oder von den Laptops meiner Mitbewohner. Falls ein Artikel nicht rechtzeitig erscheint, dann war entweder zu viel los auf der Arbeit oder die Laptops von meinen Mitbewohnern standen mir nicht zur Verfügung.
Ich hoffe aber immer noch, dass sich mein Laptop bald wieder erholt und alle Bilder, die ich in Südafrika geschossen habe, nicht für immer verloren sind.
Die Artikel erscheinen ab dem nächsten Artikel immer am Freitag und am Dienstag.
