Observatory. Es ist schön wieder Zuhause und bei seinen Freunden zu sein.
Freitagmorgen bin ich aufgewacht und hatte ein Lächeln auf den Lippen, da es für mich wieder nach Kapstadt ging. Meine ganzen Klamotten hatte ich am Tag vorher schon gepackt und ins Auto getan. Dieses Mal musste ich keinen Minibus nehmen, denn Pauline und ihre Familie wollten auch nach Kapstadt. Es war super schon nach ungefähr drei Stunden wieder Daheim zu sein und nicht nach mehr als sechs Stunden. Auf dem Heimweg haben wir noch einen kurzen Stopp in Goodwood gemacht, um chinesisches Zeug zu kaufen. Ich habe mir süße Sojasoße gekauft, da es Bestandteil von Paulines bestem Gericht ist, auf das ich in Kapstadt auf keinen Fall verzichten kann. Zuhause angekommen habe ich alles ausgepackt, gewaschen und auf meine Hausmitbewohner gewartet. Deborah und ich haben uns einen gemütlichen Abend gemacht und ganz viel gequatscht. Am nächsten Tag ging es nach Stellenbosch auf eine Einweihungsfeier. Davor sind wir noch in die Altstadt gefahren, um einen Kaffee zu trinken. Die Einweihungsfeier war ziemlich langweilig, keine Musik wurde gespielt und die meisten Leute waren schon um bzw. über dreißig Jahre alt. Uns kam nach einer Weile daher die Idee eine kleine Notlüge zu erfinden, um wieder nach Kapstadt zu fahren. Das Hannah (WG-Mitglied) am Sonntagfrüh arbeiten musste wurde uns erfolgreich abgenommen. Wir sind danach nach Hause gefahren und haben noch ein bisschen Wein getrunken, bevor es zur Groove Lounge ging. Dort haben wir viel getanzt, gelacht und ein bisschen zu viel getrunken. Sonntag ging es uns allen eher bescheiden und haben auch nicht viel unternehmen können. Immerhin haben Deborah und ich es noch nach Kalk Bay geschafft, meinem Lieblingsviertel in Kapstadt. Kalk Bay ist ein schnuckeliges Viertel am Meer mit kleinen Geschäften und Cafés. Wir haben uns für einen Tee und „Steak Roll“ entschieden und sind dann relativ schnell wieder aufgebrochen und Heim gefahren. Und heute hatte ich nach langer Zeit meinen ersten Arbeitstag bei Dance for All in Athlone. Es war super schön alle wiederzusehen und zu umarmen und natürlich wollte ich auch gleich am ersten Tag die kleinen Kinder in Khayelitscha sehen. Wir waren zwei Stunden in der Yomelela School und haben unterrichtet. Mein Lieblingsmädchen war leider nicht da, deshalb war ich etwas enttäuscht und habe oft aus den Fenstern und aus der Tür geguckt, ob sie doch noch kommt. Ich weiß, man soll keine Lieblingskinder haben, aber ich habe sie in jeder Gruppe eigentlich so gut wie immer...
