Bloß locker bleiben: Andrea von Düring-Buja zeigte Leserinnen der NORDSEE-ZEITUNG bei einer „NZ+Ich“-Aktion den Orientalischen Tanz. Foto: Brocks
Bloß locker bleiben: Andrea von Düring-Buja zeigte Leserinnen der NORDSEE-ZEITUNG bei einer „NZ+Ich“-Aktion den Orientalischen Tanz. Foto: Brocks

Aus dem Bauch heraus

Leserinnen der NORDSEE-ZEITUNG lernen bei „NZ+Ich“-Aktion Orientalische Tänze.

In kreisförmigen Bewegungen hebt sich das Becken – abwechselnd mal auf der linken, mal auf der rechten Seite. Die in die Höhe gereckten Arme rollen wie Wellen, die Hände kreisen locker in der Luft. Wenn Andrea von Düring-Buja orientalisch tanzt, dann sieht das elegant und vollkommen leicht aus.

Bei einer „NZ+Ich“-Aktion konnten auch Leserinnen der NORDSEE-ZEITUNG ihr Können probieren – und stellten schnell fest, dass es beim Bauchtanz um mehr geht als um das Wackeln mit der Hüfte.

Das Hobby zum Beruf gemacht

Vor vielen Jahren lernte Andrea von Düring-Buja den orientalischen Tanz kennen und lieben: „Bei einem Urlaub in Amsterdam waren wir in einem türkischen Café. Dort hat uns eine Tänzerin aufgefordert mitzumachen. Da hat es mich gepackt“, erinnert sie sich. Zurück in Bremerhaven belegte sie zahlreiche Kurse, bevor sie vor 20 Jahren ihr Hobby zum Beruf machte und die Tanz-Oase „Fata Morgana“ gründete.

„Die Verbindung von Musik und Tanz macht mich einfach froh“, sagt Andrea von Düring-Buja. Klar, dass sie die NZ-Leserinnen nach einer Teestunde mit spannenden Geschichten aus dem Orient auch zum Tanz aufforderte. „Wichtig ist, dass wir locker, aber aufrecht stehen, die Füße parallel und etwa hüftbreit auseinander. Die Füße müssen dabei einen guten Kontakt zum Boden haben“, betont die Trainerin und erinnert an Baumwurzeln. Wer ein wenig in die Knie geht, könne nicht nur stundenlang schmerzfrei stehen, sondern habe auch einen besseren Halt. „Bloß nicht die Knie durchdrücken“, mahnt Andrea von Düring-Buja. Dadurch würde das Becken verschoben und die Wirbelsäule stabilisiert. Hüftschwung ade!

Isolierte Bewegungen

Typisch für den Orientalischen Tanz sind die isolierten Bewegungen einzelner Körperpartien: „Der Tanz kommt aus der Körpermitte. Erst einmal bewegt sich nur die Hüfte, der Oberkörper sollte zunächst bleiben“, erklärt Andrea von Düring-Buja. Einfacher gesagt als getan!

Doch schon bald recken auch die NZ-Leserinnen die Arme in die Höhe und versuchen – mehr oder weniger anmutig – das Becken kreisen und die Hüften schwingen zu lassen. „Nicht so viel denken, einfach machen“, sagt die Trainerin angesichts der ersten angestrengten Versuche der Neulinge. „Der orientalische Tanz hat viel mit Gefühlen zu tun“, so Andrea von Düring-Buja. Zwar gebe es Grundpositionen, getanzt werde aber „aus dem Bauch heraus“.

Bauchtanz sei ein ideales Ganzkörpertraining: „Alle Muskeln werden angesprochen und trainiert“, erklärt Andrea von Düring-Buja. „Außerdem macht Bauchtanz selbstbewusst“, ist sie überzeugt.

„Andere Art der Bewegung“

Immer selbstbewusster werden auch die NZ-Leserinnen: „Toll, dass wir das in dieser lockeren Atmosphäre ausprobieren können“, freut sich Roswitha Tluk: „Ich habe gar keine Hemmungen und versuche einfach alles so gut wie möglich nachzumachen.“ Schwierigkeiten bereite ihr der Orientalische Tanz, weil sie sich auf viele Dinge gleichzeitig konzentrieren müsse. „Ich glaube, ich denke zu viel nach“, sagt Roswitha Tluk und lacht.

„Ich bin überrascht, welche Muskeln bei diesem Tanz angesprochen werden“, sagt Renate Lauf. Und auch Mittänzerin Cornelia Schnedler: „Das ist wirklich eine völlig andere Art der Bewegung. Man merkt jetzt erst, wie steif man ist.“