Begierig griff die Giraffenkuh nach dem Müsli, dass die Leser der NORDSEE-ZEITUNG ihr auf der Handfläche anboten. So nah kommen Besucher im Jaderpark normalerweise nicht an die Tiere heran. Foto Brocks
Begierig griff die Giraffenkuh nach dem Müsli, dass die Leser der NORDSEE-ZEITUNG ihr auf der Handfläche anboten. So nah kommen Besucher im Jaderpark normalerweise nicht an die Tiere heran. Foto Brocks

Auge in Auge mit Affen und Giraffen

Langsam senkt die Giraffe ihren Kopf. Dann streckt sie ihre lange Zunge heraus, liest vorsichtig das Futter von der Handfläche auf und lässt sich dabei sogar kurz streicheln. So nah kommen Besucher im Jaderpark normalerweise nicht an die Tiere heran. Doch bei einer „NZ+Ich“-Aktion mit Cheftierpfleger Christoph Thien durften 31 Leser der NORDSEE-ZEITUNG ausgewählte Tiere mit Leckereien verwöhnen.

Normalerweise fressen die Giraffen Luzerne, getrocknete Himbeerblätter oder Gemüse. Für kleine Portionen ihres Spezialmüslis aber strecken die sonst recht schüchternen Tiere ihren Kopf besonders gerne über den Zaun. „Die haben eine ganz schön klebrige Zunge“, sagt Jolina, während ihr Giraffe „Sawadi“ das proteinreiche Kraftfutter aus den Händen klaubt. „Dass die so nah kommen, ist total schön“, sagt die Zwölfjährige und lacht.

Freundin Joelina hält dagegen lieber Abstand: „Ich habe etwas Angst, weil die so groß sind“, verrät die Zehnjährige. Sie schmust später lieber mit Zicklein und Lämmchen. „Wir kommen öfter hierher, aber die Tiere so hautnah zu erleben, ist etwas ganz Besonderes“, sagt Martin Schneider, der die Mädchen als ehrenamtlicher „mitKids“-Pate betreut: „Der Ausflug heute ist für uns alle ein Erlebnis“, ist Schneider überzeugt. Auch, weil Cheftierpfleger Christoph Thien und seine Kollegen die Besucher mit umfangreichem Hintergrundwissen versorgten.
Normalerweise lassen sich Peggy und Ferdinand gerne kraulen: „Manchmal fallen sie dann sogar vor Begeisterung um“, verrät ihre Tierpflegerin. Doch beim Besuch der NZ-Leser ist von den Tapiren weit und breit nichts zu sehen: „Sie mögen das Schmuddelwetter nicht wirklich“ – und dösen daher lieber im warmen Stall.

Bei  einer „NZ+Ich“-Aktion mit Cheftierpfleger Christoph Thien durften 31 Leser der NORDSEE-ZEITUNG ausgewählte Tiere mit Leckereien verwöhnen. Foto: Brocks
Bei einer „NZ+Ich“-Aktion mit Cheftierpfleger Christoph Thien durften 31 Leser der NORDSEE-ZEITUNG ausgewählte Tiere mit Leckereien verwöhnen. Foto: Brocks

Ganz anders die quirligen Kapuzineräffchen: „Das sind richtige kleine Clowns“, erklärt Christoph Thien, während die Äffchen ihn immer wieder anstupsen und lautstark auffordern, doch endlich die Leckereien rauszurücken. Das Füttern der Äffchen ist nicht ganz ungefährlich: „Das sind kleine freche Diebe“, warnt Thien. Tatsächlich hätten die Tiere schon mehrere Handys und Brillen erbeutet. Diesmal aber haben sie es nur auf eines abgesehen: Mehlwürmer!

„Die Äffchen sind toll! Die nehmen das Futter ganz vorsichtig aus der Hand“, sagt Berit und staunt über die weichen Pfoten. Marleen (8) und Großmutter Petra Theuring sind von den Vorlieben der possierlichen Tierchen wenig begeistert: „Anfangs musste ich mich wirklich überwinden, die Mehlwürmer zu verteilen. Aber es war ein wunderbares Erlebnis.“ (nz)