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Angelika Griese: Das war schon sehr früh. Meine Mutter war ein großer Fan, und ich kann mich kaum daran erinnern, dass einmal kein Agatha Christie-Krimi auf ihrem Nachttisch lag. Ich habe als Kind in die Bücher rein geblättert, aber so richtig gelesen habe ich sie dann erst später.
Was schätzen Sie als Krimi-Autorin an Agatha Christies Stil?
Griese: Ich schätze ihre fantastische Beobachtungsgabe, die Art, wie sie die Handlungsstränge anlegt, und natürlich ihre Ideen zu den Morden. Auch in ihren Kurzkrimis führt sie die Protagonisten immer so, dass sie etwas ganz Besonderes an sich haben.
Manche Kritiker tun die Bücher als Häkelkrimis ab. Ist Agatha Christie noch zeitgemäß?
Griese: Was heißt schon zeitgemäß? Immerhin hat sie ihre ersten Krimis vor über 80 Jahren geschrieben. Natürlich kann ich heute als Autorin keine Miss Marple mehr auf die Fälle loslassen, aber wenn man einmal richtig in alte englische Stimmungen abtauchen möchte, liegt man bei Agatha Christie genau richtig. Für mich bleibt sie unbestritten die „Queen of Crime“.
Die Krimiautorin Angelika Giese lebt in Bremerhaven. Sie ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern“. Titel aus ihrer Feder sind „Mord nach Kohl und Pinkel“ und „Mörderische Weibsbilder“. ulm
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