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Funkstille im Rückraum

VAREL. „Ein Sieg in Varel wäre unverdient gewesen.“ Malte Waldow, Trainer des Handball-Oberligisten TV Schiffdorf, war nach dem 33:33 beim TuS Varel II hörbar enttäuscht.

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Der TV Schiffdorf ist in Varel ins Straucheln gekommen. Da half auch die gute Leistung von Florian Happel nicht, der vom Kreis aus vier Tore warf. Foto eer

VAREL. „Ein Sieg in Varel wäre unverdient gewesen.“ Malte Waldow, Trainer des Handball-Oberligisten TV Schiffdorf, war nach dem 33:33 beim TuS Varel II hörbar enttäuscht.

VAREL. „Ein Sieg in Varel wäre unverdient gewesen.“ Malte Waldow, Trainer des Handball-Oberligisten TV Schiffdorf, war nach dem 33:33 beim TuS Varel II hörbar enttäuscht.

Erneut fehlte seinen Jungs wie in Nordhorn die richtige Einstellung. Mit nunmehr 18 Zählern auf der Habenseite steht der Aufsteiger als Tabellenvierter noch immer glänzend da. Doch für Waldow zählen nicht nur Punktgewinne, sondern wie sich seine Mannschaft auf dem Feld präsentiert. Und so nahm der Übungsleiter nach der Partie auch kein Blatt vor dem Mund: „Einige Spieler scheinen ein Kopfproblem zu haben. Mit 18 Punkten fühlen sie sich zu sicher, um mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben. Einige sollten sich mal fragen, ob sie sich zu 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft stellen“, ließ Waldow seinen Gefühlen freien Lauf. Namen wollte der Trainer, der das Remis als Niederlage wertet, nicht nennen.

Zu viele Einzelaktionen

Bis zur Pause hatten die Gäste die Partie trotz einiger Disziplinlosigkeiten bei der Zweitligareserve in Varel gut im Griff. Nach der 11:8- und 15:12-Führung war die Welt beim TV noch in Ordnung. Doch durch „Meckereien und Einzelaktionen“, so Waldow, hat sich seine Mannschaft selbst aus dem Rhythmus gebracht. So glich Varel bis zum Wechsel noch zum 16:16 aus.

Der TV, der ohne Christoph Fixsen, Patrick Buschhardt und Torhüter Dirk-Fabian Schmalhorst antreten musste, traf fast nur vom Kreis aus. Marcus Hölling und Florian Happel zeigten dort ihre Qualitäten. Dagegen herrschte im Rückraum und über die Außenspieler (fast) Funkstille. „Ohne Rückraum kann man ein Spiel nicht gewinnen, 55 Minuten lang hat hier heute Not gegen Elend gespielt“, sagte Waldow kurz und knapp.

Erst zehn Minuten vor dem Ende zeigten die Schiffdorfer nach dem zwischenzeitigen 26:30-Rückstand Moral und erkämpften sich noch den Teilerfolg, der für den Trainer viel zu wenig war.

TV Schiffdorf: Tor: Schreiner, Göbel. Feld: Hölling (10), Rademann (6), Happel (4), Niederleig (3), Rojahn (3), Bickmann (3), Kühn (2), Goertz, Wilkens. (vs)

Artikel vom 08.02.10 - 14:00 Uhr
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