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Photovoltaik-Anlage für 700 Haushalte

Wittstedt. Der Hagener Bürger und ehemalige Ratsherr Egon Segelken plant im Markenmoor in Wittstedt auf einer 2,2 Hektar großen Fläche eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 3,18 Megawatt zu errichten. Damit könnten rund 700 Haushalte mit Strom versorgt werden. Segelken stellte seine Pläne jetzt im Bauausschuss der Samtgemeinde Hagen vor.

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So groß wie vier Fußballfelder soll die Photovoltaikanlage werden, die Egon Segelken aus Hagen nördlich von Driftsethe und westlich von Wittstedt plant. Für das 9-Millionen-Euro-Projekt sucht er noch Investoren. Foto rk

Wittstedt. Der Hagener Bürger und ehemalige Ratsherr Egon Segelken plant im Markenmoor in Wittstedt auf einer 2,2 Hektar großen Fläche eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 3,18 Megawatt zu errichten. Damit könnten rund 700 Haushalte mit Strom versorgt werden. Segelken stellte seine Pläne jetzt im Bauausschuss der Samtgemeinde Hagen vor.

„Ich habe eine Idee“, so begann Segelken die Vorstellung seines Projektes, in der Gemarkung Wittstedt eine Photovoltaikanlage zu errichten. Eine solche Anlage ist ein Solarkraftwerk, in dem mittels Zellen Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt wird.

Auf der rund vier Fußballfelder großen Fläche im Markenmoor bei Wittstedt sollen die Anlage und auch ein Betriebsgebäude entstehen. Segelken rechnet damit, eine Strommenge zu erzeugen, die ausreichen würde, um zum Beispiel die knapp 700 Haushalte der Gemeinde Bramstedt zu versorgen.

Dafür werden anthrazitfarbene, monokristalline Photovoltaik-Module mit einem Neigungswinkel von 30 Grad nach Süden ausgerichtet und etwa zwei Meter über der Erdoberfläche aufgestellt. Befestigt würden die Module an Stahlprofilen mit einem Querschnitt von zehn Mal zehn Zentimeter, die alle 1,60 Meter in die Erde getrieben werden.

Die in Deutschland geprüften Module werden in Spanien produziert. Die eingesparte Kohlendioxid-Emission beträgt nach Auskunft von Segelken rund 1900 Tonnen pro Jahr. Das Investitionsvolumen liegt bei 9,2 Millionen Euro.

Segelken rechnet derzeit mit einer jährlichen Einspeisungsvergütung von gut 900 000 Euro. Die Laufzeit der Anlage ist auf 20 Jahre bemessen und ab dem neunten Jahr soll sie Gewinn erzielen. „Ich selber habe das Geld für diese große Investition nicht. Ich suche Geldgeber, die mit in das Projekt investieren wollen“, sagte Segelken.

Keine Beeinträchtigungen

Als besonderes Ziel hob Segelken hervor, dass mit diesem Vorhaben, die Landschaft und Umwelt so wenig wie möglich beeinträchtigt werde, denn im Gegensatz zur Windenergie gäbe es keine Schlagschatten und keinerlei Geräuschentwicklung. Auch seien die Photovoltaik-Module so beschichtet, dass sie nicht reflektieren, erläuterte der Hagener. Für die Errichtung der Anlage geht er von einer Bauzeit von drei Monaten aus.

Alle Ausschussmitglieder sprachen sich im Anschluss dafür aus, eine Flächennutzungsplanänderung auf den Weg zu bringen, um die Planung umsetzen zu können. Sie waren sich einig, dass man sich den erneuerbaren Energien nicht verwehren sollte.

„Das finde ich spannend und unterstützungswürdig“, stellte der SPD-Fraktionsvorsitzende Leo Mahler fest. „Das ist endlich mal ein Projekt in der Samtgemeinde Hagen, das bestimmt nicht gleich eine Bürgerinitiative auf den Plan ruft“, lobte auch Heiner Schöne (WG). (rk)

Photovoltaik-Anlage

Planer: Egon Segelken aus Hagen.

Investition: 9,2 Millionen Euro.

Leistung: 3,18 Megawatt.

Strommenge: soll für die Versorgung von 700 Haushalten reichen.

Artikel vom 08.02.10 - 06:00 Uhr
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