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Das hat ihm das Lob von Gregor Döring eingebracht. Der Eidewardener rief extra bei der NORDSEE-ZEITUNG an, weil er von der Arbeitsweise des Schäfers so begeistert ist. „Der kommt schon morgens um 4 Uhr und gibt seinen Tieren Wasser. Und es gibt keine toten Lämmer mehr am Deich“, lobte Döring und schilderte, wie der Schäfer noch einmal alles mäht, wenn die Schafe weitergezogen sind. „Der Deich sieht jetzt richtig gut aus.“
Studer schaut überrascht angesichts dieser kleinen Lobeshymne. „Ich mache ja eigentlich nur meine Arbeit“, sagt der Schafswirt und freut sich über die Anerkennung. Tote Schafe am Deich – das hat es in der Osterstader Marsch gegeben, aber bevor Studer mit seiner Familie in die Schäferei am Drepter Siel in Rechtenfleth zog. Der Schafswirt versucht, solch traurige Bilder zu vermeiden. Die Lämmchen bleiben mit den Muttertieren im Frühling zuerst in der Schäferei, bis sie stark genug für den Deich sind. Und Studer tränkt nicht nur frühmorgens, sondern auch nachmittags, ganz wie sein Arbeitstag es erlaubt.
Der Durst der Schafe in der prallen Sonne ist riesig. „Eins trinkt im Moment fünf bis zehn Liter“, erzählt Studer. Die knapp 200 Widerkäuer finden sogar in der ausgedörrten Grasnarbe noch Futter. Auf 1200 Köpfe ist die Herde jetzt angewachsen. So oft wie möglich dürfen die Tiere bei der Gluthitze tagsüber in den schattigen Stall, vor allem die, die Lämmer führen. 500 Mutterschafe bilden den Kern der Herde. 10 bis 15 Prozent der Nachkommen werden behalten. Die anderen müssen zum Schlachter. Das Fleisch versucht der Deichschäfer möglichst regional zu vermarkten über die Landschlachterei Schöwe in Sandstedt.
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