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Aus für Minikaufhaus in Bexhövede


Bexhövede. Es ist ruckzuck gegangen. Am Sonnabend angekündigt, ging gestern schon nichts mehr über den Ladentisch im Minikaufhaus und Getränkemarkt in Bexhövede, in dem man alles bekam vom Brötchen übers Schulheft bis zum Slip. Sieben Frauen haben ihre Arbeit verloren und die Bexhöveder ihren Nahversorger. Von Barbara Fixy


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Der Laden wird ihnen und den Kunden fehlen. Gerda Bullwinkel, Susanne Plate, Gisela Hersemeier, Edeltraud Lücke, Marita Kammer und Karin Hubert (von links) haben noch zu tun mit der Inventur, dann gehen im Bexhöveder Minikaufhaus die Lichter aus. Fotos fix

Es ist die zweite Hiobsbotschaft in wenigen Wochen aus der Gegend. Ende Februar kündigte Manfred Kück im knapp sechs Kilometer entfernten Sellstedt an, dass er seinen Edeka-Markt im Mai schließen wird, weil er in den Ruhestand geht.

„Der Umsatz ist Stück für Stück zurückgegangen“, begründet Geschäftsführerin Edeltraud Lücke in Bexhövede, warum die W. Lücke GmbH Insolvenz beantragte. Schuld ist ihrer Ansicht nach das neue Einkaufszentrums am Bahnhof in Loxstedt. „Davor haben wir sehr gute Umsätze gemacht. Nach der Eröffnung gingen sie zurück.“

Gestern machte die Chefin mit fünf Mitarbeiterinnen Inventur. Immer noch klopften Kunden an und mussten unverrichteter Dinge nach Hause gehen. „Was sollen wir nun bloß machen?“, klagte einer. Vor allem die älteren Leute trauern ihrem Nahversorger hinterher.

Ortsvorsteherin Elfie Sperber ist ebenfalls betroffen. „Das war ein Gemischtwarenladen, in dem es alles gab“, sagt sie. „Schreibwaren, Geschenkpapier, Süßwaren, Lebensmittel in Tüten und Dosen. In Bexhövede musste niemand verhungern.“

Wilfried Lücke ist geschäftlich nicht mit dem Einzelhandel seiner Ehefrau Edeltraud verbunden, wie er betont. Aber als Berater ist er tätig und arbeitet mit dem Investor Johann Keck aus Augsburg zusammen, dem die Immobilie mit der 530-Quadratmeter-Verkaufsfläche gehört.

Keine Alternative gefunden

Lücke hat nach eigenen Worten noch versucht, Alternativen zu finden. Er versuchte, eine Lebensmittelkette zu gewinnen. Er hegte den Plan, ein Motel anzusiedeln, um den Standort aufzuwerten. „Doch die Banken spielten nicht mit“, sagt er. Und die Gemeinde Loxstedt würde doch nie im Leben einen Standort neben dem neuen Einkaufszentrum am Bahnhof stärken. Das lässt Loxstedts Bürgermeister Detlef Wellbrock nicht auf sich und der Gemeinde sitzen. „Wenn ein Investor kommt, sind wir gesprächsbereit. Wir tun alles Machbare im Sinne einer vernünftigen Gesamtentwicklung.“

Für das Minikaufhaus ist der Zug abgefahren. Gestern hatten die Frauen, die dort zum Teil jahrelang arbeiten, noch keine Zeit darüber nachzudenken. Doch der Sonnabend sei bitter gewesen. Da waren viele Kunden noch zum Abschied gekommen.


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Geschlossen: Seit gestern bleibt die Ladentür für die Kunden verschlossen. Die Plakate zeigen; das Minikaufhaus war auch ein Infozentrum.
Artikel vom 11.03.10 - 06:00 Uhr
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