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Bei der Presse-Präsentation vor mehr als 50 Journalisten aus Deutschland und der Schweiz machte Uexküll gestern Morgen deutlich, dass das Klimahaus zu keinem besseren Zeitpunkt hätte eröffnet werden können. „Der Bewusstseinswandel hat sich extrem beschleunigt“, weiß er aus eigener Erfahrung. „Die Menschen sind zu Veränderungen bereit.“ Die Wirtschaftskrise, der „Glaubwürdigkeitsverlust des alten Systems“, habe dem Umweltschutzgedanken neuen Spielraum verschafft. „Wenn wir nicht ganz schnell gewaltige Anstrengungen unternehmen, wird es zur globalen Katastrophe kommen.“
Dass diese Diskussion an Bremerhavener Schulen schon während der Bauzeit intensiv geführt wurde, machte Oberbürgermeister Jörg Schulz deutlich. Die Jugend zu erreichen, sei ein ganz wichtiger Aspekt: „Das ist ein Bildungsauftrag, der hier erledigt wird.“
Das hob auch die Direktorin des Alfred-Wegener-Institut, Prof. Dr. Karin Lochte, hervor: „Die Bürger brauchen verlässliche Information“, meinte sie, „das Meereis in der Arktis hat stark abgenommen. Das wird auch das Klima in Mitteleuropa beeinflussen.“
Klimahaus-Betreiber Arne Dunker versicherte, dass sein Ehrgeiz weit über den wirtschaftlichen Betrieb einer Touristen-Attraktion hinausgeht: „Wir sind fest davon überzeugt, mit diesem Haus etwas bewegen zu können.“ Sein Partner Dr. Carlo Petri schlug in die gleiche Kerbe. Die Besucherprognose von 600 000 jährlich bezeichnete er als eher vorsichtig: „Dies wird eine Art Pilgerort werden“, zeigte sich Petri überzeugt, der mit Dunker auch das erfolgreiche Science-Center in Bremen betreibt.
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