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Von Gitte Diener
Die Museen haben gut zu tun, wie in den vergangenen Tagen immer. Im Deutschen Auswandererhaus heißt es: „Morgens könnten Besucher von der „Queen Victoria“ dabei gewesen sein – aber sie geben sich als solche ja nicht zwangsläufig zu erkennen.“ Also weiter, immerhin fährt Bremerhaven Bus im halbstündlichen Takt von der Kaje in die Innenstadt und wieder zurück.
Vielleicht sind die Gäste im fremden Land einkaufswillig. Und tatsächlich: Bei Herrenausstatter von der Heide werden sie gesichtet, auch im Mediterraneo etwa bei Carl Stiller und „Milani“. Bei letzteren erzählt Modeberaterin Karin Gerlich ganz enthusiastisch, „wie viel Spaß“ es gemacht habe, mal wieder seine Fremdsprachenkenntnisse aufzupolieren. Sie habe selbst mal fünf Jahre auf einem Schiff gearbeitet und hatte demnach keine Verständigungsschwierigkeiten. Gekauft wurden vor allem die Sommersachen, „die direkt an Bord getragen werden können“.
In anderen Geschäften schauten die Gäste kaum rein. Das Wetter wird hier als Grund vermutet, dass die Touristen lieber an der frischen Luft als in Läden schlendern.
An der Columbuskaje, zwei Stunden bevor das Schiff unter englischer Flagge wieder die Stadt verlässt, sind an Handgelenken baumelnde Tragetüten tatsächlich eher selten zu sehen. Bei einer kurzen Umfrage unter den Passagieren glänzt die Seestadt mit anderen Qualitäten. „Schiffe“, „Wasser“ und „Strand“ werden dabei häufiger genannt.
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Ihr Lieblingsschiff sei eigentlich die „Queen Mary“, und auf Kreuzfahrt waren sie auch schon, aber auf der „Queen Victoria“... Heidemarie Langen reibt die Kuppen von Zeigefinger und Daumen aneinander und es ist klar: Hier muss das Gucken genügen.
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