Nachdem bekannt wurde, dass der GHB Fahrer bei Zeitarbeitsfirmen anheuert, um sie bei der BLG einzusetzen, befürchtet der Gewerkschafter, dass damit die verfahrene Situation nun komplett kollabiert. „Die Politik muss nun handeln“, sagt der DGB-Chef. „Geht es um Vorschaltgesellschaften bei Schlecker, ist in Bremen sofort der Aufschrei groß. Aber gibt es das im eigenen Haus, hört man keine Reaktion“, sagt Behrenwald mit Blick auf den Senat, der als Eigentümer BLG Logistics Group über viel Einfluss verfügt.
Mit dem Einsatz von Zeitarbeitsfirmen werde die grundlegende Idee des GHB infrage gestellt: Er soll Spitzenkapazitäten und Unterauslastungen bei den Hafenbetrieben ausgleichen, und das alles zu Tariflöhnen. Dieses Prinzip werde jetzt zerschlagen. Die BLG gebe den Grundsatz auf, wen sie dem GHB Preise diktiere, mit dem der seine Löhne nicht mehr bezahlen könne.
Der Senat hat sich bislang nicht zu dem Thema geäußert. Vom Optimismus, den Staatsrat Heiner Heseler am Freitag im Landeshafenausschuss ausstrahlte, ist nicht mehr viel zu sehen. Die Linken werfen dem Senat vor, dass die „Destabilisierung des GHB mit seiner Zustimmung erfolgt ist“, so der Bürgerschaftsabgeordnete Walter Müller. (mue)

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