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Acht Mädels, zwei Geigen, 4000 Fans


Bremerhaven. Er habe acht Freundinnen auf der ganzen Welt, hat Star-Violinist David Garrett mal gesagt – doch seine ständige Begleiterin ist seine Geige. Sein Instrument trägt er überall mit sich herum. So nah würden ihm viele weibliche Fans auch gerne kommen – auch bei seinem Konzert gestern in der Stadthalle kann David Garrett auf Sicherheitskräfte nicht verzichten. Von Annabel Trautwein


Er rockt Bremerhaven: David Garrett am Mittwoch Abend in der ausverkauften Stadthalle. Die Fans sind begeistert.  Foto eer bild vergrößern
Er rockt Bremerhaven: David Garrett am Mittwoch Abend in der ausverkauften Stadthalle. Die Fans sind begeistert. Foto: Scheer

Lange Strubbelmähne, Lederjacke, Turnschuhe und verträumter Blick – David Garrett sieht aus wie die jungen, verwegenen Kerle, die in Kinofilmen wild-romantische Abenteuer erleben. Oder zumindest wie einer von denen, mit dem sich junge Mädchen auf Rockfestivals gerne ein Dosenbier teilen. Jedenfalls hat man nicht einen wie ihn vor Augen, wenn man sich einen virtuosen Klassik-Violinisten vorstellt. Doch genau das ist es, was David Garrett so interessant macht, auch für die vielen, vielen Bremerhavener, die ihn am Mittwoch begeistert in der Stadthalle empfingen.

Galerie vergrößern Acht Mädels, zwei Geigen, 4000 Fans: Der Popstar und Geigen-Virtuose David Garrett begeisterte am Mittwoch seine zahlreichen Fan
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Er wird verehrt wie ein Popstar, füllt Hallen, Schlagzeilen und Fan-Seiten im Internet mit seinem smarten Rebellen-Charme. Doch auch wenn manche ihn den David Beckham der Klassik nennen und es nicht nett meinen – dass Garrett ein Ausnahmetalent ist, streiten auch linientreue Klassik-Kenner nicht ab. Als Vierjähriger bekam der Sohn eines deutschen Juristen und einer US-amerikanischen Ballerina seine erste Geige geschenkt – mit 13 Jahren spielte er bereits vor ausverkauften Hallen. Er gilt als der fingerfertigste Geiger der Welt und errang einen Platz im Guiness Buch der Rekorde, indem er das Violinstück „Hummelflug“ in 66 Sekunden fehlerfrei zum besten gab – 2,4 Griffe in einer Sekunde.

Mit seiner Mischung aus klassischen Werken und modernen Rock- und Popsongs schlägt David Garrett eine Brücke, macht die vermeintlich ernste Musik auch für junges Publikum wieder lebendig. „Ich möchte möglichst viele Menschen für Klassik interessieren“, sagt er. Sich selbst zu inszenieren sei nicht sein Ding. Er hätte es auch nicht nötig.



Selbst Vivaldis Sommer strotzt vor Kraft
Artikel vom 14.01.10 - 12:00 Uhr
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