Die nackte Wahrheit
Ob hässlich oder nackt: Wahrheiten sind meistens unbequem. Leider bewahrheitet sich mit der Geschlechterkomödie "Die nackte Wahrheit" vor allem, dass auch hochgelobte Darsteller keine langweilige Geschichte retten können.

V:Sony, USA 2009, R: Robert Luketic, D: Gerard Butler, Katherine Heigl, Eric Winter u.a.

Ein Schauspieler geht an seine Grenzen: Seit Jahren lotet Gerard Butler aus, wie weit er mit seinen Rollen gehen kann. Der schottische Sympathikus trat mal als blutrünstiger Berserker im Gewand des Spartanerkönigs Leonidas auf ("300"), erkundete seine Qualitäten als romantischer Frauenschwarm ("P.S. Ich liebe Dich"), war aufopferungsvolle Vaterfigur ("Die Insel der Abenteuer"), flippiger Kleinganove ("RocknRolla") und wird demnächst als moderner Killer-Gladiator ("Gamer") einen weiteren Beweis seiner Vielseitigkeit abliefern. Doch der demnächst 40-jährige Allrounder stößt in der Komödie "Die nackte Wahrheit" als Verkünder hässlicher, nackter Wahrheiten über die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, an seine Grenzen. Als überheblicher Macho, der in seiner Fernsehshow über gefühlsduselige Frauen herzieht und sie und ihre Träume von Mr. Perfect verhöhnt, macht Butler eine ganz und gar unglückliche Figur.

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Gerard Butler erzählt Katherine Heigl "Die nackte Wahrheit" - leider gehört dazu auch, dass die beiden Darsteller völlig fehlbesetzt sind.
Bild von: Sony
Butler mimt den gänzlich uncharmanten, aber gerade deshalb so anziehenden Fernsehmoderator Mike Chadway, der bei einem kleinen Lokalsender im kalifornischen Sacramento unerhört hohe Zuschauerzahlen damit erzielt, seinem vornehmlich weiblichen Publikum die Augen über die simple Natur des sexlüsternen Mannes zu öffnen. Für die ambitionierte Fernsehproduzentin Abby Richter (Katherine Heigl) bricht eine Welt zusammen, als ihr quotenvernarrter Sendeleiter den Grobian anheuert und ihn in Abbys Zuständigkeit übergibt: Das schlüpfrige Erfolgsformat soll in die morgendliche Newsshow integriert werden. Während Abby ihre Ideale von Professionalität und Anspruch im sonst so häufig als niveaulos gescholtenen US-Frühstücksfernsehen zerbröseln sieht, gerät auch sie nach und nach in den Bann des selbstsicheren Frauen- und vor allem Männerverstehers.

Nur langsam kommt die Geschichte in Fahrt: Schnell stellt sich heraus, dass auch Abby Männerprobleme hat und sich nach Ratschlägen verzehrt, wie sie den Richtigen finden und halten kann. Erschwerend kommt hinzu, dass die resolute blonde Schönheit einen Kontrollfimmel hat, der seinesgleichen sucht: Ununterbrochen analysiert sie ihr Gegenüber, gleicht Charakterstärken, aber lieber die Schwächen mit ihren Idealvorstellungen ab und gibt detaillierte Hintergrund-Checks in Auftrag, inklusive Auszügen aus dem polizeilichen Vorstrafenregister. Dabei hat sie sich gerade frisch in ihren Nachbarn verliebt, fürchtet aber, ihn mit ihrem Naturell zu vergraulen.

Prädestiniert für einen Crash-Kurs im Männerbetören, schließt Abby mit ihrem neuen ungeliebten Moderator ein Abkommen: Er hilft ihr bei der Eroberung des süßen Arztes von nebenan, und wenn das Projekt misslingt, wird er kündigen. Natürlich läuft alles nur allzu glatt, und schließlich müssen beide erkennen, dass sie mehr verbindet als ihre reibungslose Zusammenarbeit bei dem Marionettenspiel, das sie mit dem ahnungslosen Nachbarn veranstalten.

Leider fehlen dem Film zwei wichtige Zutaten: die passenden Darsteller. Nicht nur Gerard Butler misslingt es, seiner Figur des niveaulosen Sexperten eben jenen hintergründigen Witz und spitzbübischen Charme zu verleihen, die ihn bekannt gemacht haben. Auch Katherine Heigl will als burschikose Furie, die unter ihren hehren Ansprüchen leidet, einfach nicht überzeugen. Ein erstes angewidertes Aufeinandertreffen, das Zusammenspiel bei der Verführung des schönen Nachbarn, das unvermeidliche Liebesfinale zwischen den sich dann doch anziehenden Extrempolen - bei dieser schematischen Handlung hätte es einer gehörigen Portion zwischenmenschlicher Chemie bedurft, um sich abzusetzen vom Allerlei. Doch die sucht man vergeblich: Butler spielt lustlos, ist unterfordert, und Heigl zeigt sich viel zu bemüht, beinah verkrampft, als dass ihre natürliche Ausstrahlung zur Geltung kommen könnte.
teleschau der Mediendienst


Filmbewertung: enttäuschend
Starttermin: 01.10.2009
Freigabealter: 12
Verleih: Sony
Originaltitel: Die nackte Wahrheit
Laufzeit: 96 Min.

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Als es ernst wird, kommen sich Abby (Katherine Heigl) und Mike (Gerard Butler) trotz ihrer gegensätzlichen Vorstellungen von Liebe und Partnerwahl näher.
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Abby Richter (Katherine Heigl) und Mike Chadway (Gerard Butler) sind alles andere als ein Herz und eine Seele.
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Mit der Zeit wird Abby (Katherine Heigl) nachdenklich: Ist Schwerenöter Mike vielleicht doch der Prinz im Bärenkostüm?
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Stoppelbart und Wuschelhaar: Mike Chadway (Gerard Butler) hat Schlag bei den Frauen.
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Wer lehrt hier wen die Kunst der Verführung? Mike (Gerard Butler) und Abby (Katherine Heigl) auf Tuchfühlung.
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Zunächst ist Abby (Katherine Heigl) noch angwiedert von Erfolgsmoderator Mike (Gerard Butler), der mit seiner Sendung "The Ugly Truth" Quotenerfolge erzielt.
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Ungewöhnliches TV-Gespann: Mike (Gerard Butler) und Abby (Katherine Heigl) können sich eigentlich nicht ausstehen - und verlieben sich doch ineinander.
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Tipps vom Profi: Wer wie Abby (Katherine Heigl) bei Männern landen will, muss Mikes (Gerard Butler) Weisheiten über sich ergehen lassen.
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Kurz vor dem Durchbruch: Mike Chadway (Gerard Butler) wird zu einer landesweit ausgestrahlten Late Night Show eingeladen, um sich als Beziehungsexperte der anderen Art zu profilieren. Abby (Katherine Heigl) begleitet ihn.
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