Alle drei stehen bei dem DEL-Club unter Vertrag und haben eine Förderlizenz für Bremerhaven. Seit Bill Stewart Anfang Dezember Igor Pavlov in Köln als Trainer abgelöst hat, sind sie nach Bremerhaven „abkommandiert“. „Stewart hat gesagt, er braucht fertige Spieler“, erzählt Norman Hauner. Die drei 18-jährigen Talente fanden sich umgehend auf der Tribüne wieder – so dass schnell Bremerhaven als Lösung ins Spiel kam. Hier sollen sie bis zum Saisonende Spielpraxis sammeln.
„In die zweite Liga zu gehen, sehe ich nicht als Rückschritt. Hier bekommen wir wenigstens Eiszeit“, meint Marcel Ohmann.
Unbekümmert wirken sie alle drei, aber vor allem Ohmann hat es faustdick hinter den Ohren. Für ein Foto in der Geschäftsstelle der Pinguins sollen sich die drei um den Schreibtisch von Teammanager Alfred Prey gruppieren – und der Blondschopf setzt sich prompt auf den „Chefsessel“. So spielt er auch Eishockey: immer munter drauflos. Seinen Platz bei den Pinguin hat er an der Seite von Chris Stanley und Marian Dejdar schnell gefunden. „Mit den beiden Topscorern zu spielen, macht die Sache natürlich leicht“, sagt er.
Norman Hauner durfte mit Pierre-Luc O’Brien und Alexandre Parent spielen. „In den Vorbereitungsspielen hat das gut geklappt, jetzt aber nicht so“, gibt Hauner zu. Prompt saß er im letzten Heimspiel auf der Tribüne. So ist das bei dem neu entfachten Konkurrenzkampf bei den Pinguins. Auch Brandl durfte gegen Kaufbeuren nur zuschauen, er hat ohnehin erst einige Sekunden für die Pinguins gespielt. „Alle drei sind sehr talentiert und alle werden eine faire Chancen bekommen“, sagt Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg.
Er hat es bisher vorgezogen, die U 20-Nationalspieler an der Seite erfahrener Spieler auflaufen zu lassen. Das „Kölner Dreigestirn“ würde allerdings auch gerne Mal gemeinsam stürmen. „In Köln haben wir zusammen gespielt“, erzählt Hauner, „und das würde ja auch passen: Ich spiele am liebsten Rechtsaußen, Thomas Mittelstürmer, Marcel Linksaußen.“ In dieser Woche trainierten sie in dieser Formation zusammen, vielleicht ist das schon ein Signal für die Spiele am Wochenende in Ravensburg und gegen Crimmitschau.
Das Training bei den Pinguins gefällt den drei Talenten. „Wir sind mehr auf dem Eis als in Köln“, sagt Brandl. Und auch das Verhältnis zum Trainer ist ein anderes: „Gunnar Leidborg gibt uns Tipps und spricht viel mit uns, auch mal etwas privates“, sagt Ohmann. Überhaupt gehe es in der Kabine der Pinguins lustig zu, dagegen sei es in Köln eher unterkühlt gewesen. „Einige Spieler haben gar nicht mit uns Jungen geredet“, sagt Brandl, und Ohmann ergänzt: „In Bremerhaven ist es familiärer als in Köln, hier geht man nach dem Training auch mal zusammen essen.“
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