Bereits in den vergangenen Wochen gab es im Jemen mehrere Luftangriffe mit ferngesteuerten Lenkwaffen gegen mutmaßliche Terroristen, unter anderen auch gegen den Anstifter des „Unterhosenbombers“. Sein Schicksal ist weiter ungewiss. Wie in Washington zu hören ist, hatten US-Militärs dabei die Führungsrolle, während jemenitische Sicherheitskräfte zuarbeiteten. Washington erkauft sich eine solche Kooperation mit aufgestockten Wirtschafts- und Militärhilfen für die jeweiligen Länder.
Die Überwachung der Lufträume in den Krisen-Regionen liefert derzeit so viel Video-Material, dass sich das Pentagon bereits an private TV-Experten gewandt hat, um die Auswertung der Aufnahme zu beschleunigen. Der Einsatz der Drohnen gilt intern als extrem erfolgreich: Man habe bisher die Hälfte aller maßgeblicher Taliban- und El-Kaida-Führungsmitglieder in Pakistan und Afghanistan außer Gefecht setzen können, heißt es.
Doch es gibt auch Kritiker dieser immer häufiger benutzten Taktik. Im UN-Menschenrechtsrat rührt sich Unmut, weil manche Mitglieder die Angriffe als „außergerichtliche Exekutionen“ sehen, die gelegentlich auch zivile Opfer fordern würden. Ein Begriff, der gleichzeitig suggeriert, man möge die Zielobjekte doch lieber verhaften und vor Gericht stellen.
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