In den Playdowns geht es vor allem darum, welche Mannschaften mit der nervlichen Belastung am besten zurecht kommt. Gute Nachrichten können daher eine große Hilfe für die angeschlagenen Gemüter sein. Kein Wunder, dass beide Klubs vor dem Start der Abstiegsrunde mit personellen Weichenstellungen an die Öffentlichkeit gingen. Während bei den Freiburgern Trainer Markus Berwanger seinen Vertrag verlängert hat, bestätigte Pinguins-Teammanager Alfred Prey, dass den Bremerhavenern in Marian Dejdar ein weiterer Leistungsträger erhalten bleibt.
Wenn sich eine Mannschaft von den positiven Meldungen beflügeln ließ, dann waren es zunächst allein die Pinguins. Das Leidborg-Team präsentierte sich so stark wie seit Wochen nicht mehr. Mit aggressivem, aber fairem Körperspiel wurde den Gästen der Schneid abgekauft – der zuletzt wenig verwöhnte Pinguins-Anhang spendete für die konsequent zu Ende gefahrenen Checks häufig Szenenapplaus. Auch in der Offensive gab es gelungene Aktionen. Eine brachte das 1:0, als André Mücke einen Schlagschuss von Patrick Hucko unhaltbar ins Tor ablenkte (4.).
Die frühe Führung gab den Gastgebern weiteren Auftrieb. Während Pinguins-Torwart Edgars Lusins nur einmal gegen Preston Mizzi sein Können zeigen musste (7.), ging es vor dem Kasten seines Freiburger Kollegen Ronny Glaser des öfteren hoch her. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Pinguins nachlegen konnten. Topscorer Chris Stanley fälschte in Überzahl einen Schlenzer von Chris Leinweber zum 2:0 ins Tor der Gäste ab (15.).
Mit deutlich mehr Zug zum Tor kehrten die Badener aus der Kabine zurück. Allein in den ersten drei Minuten des zweiten Drittels feuerten die Gäste mehr Schüsse ab als im gesamten ersten Durchgang. Danach schadeten sich die Freiburger durch mangelnde Disziplin sebst: Innerhalb von Sekunden mussten Sergej Stas und Christian Billich auf die Strafbank. Die Pinguins nutzten die 5:3-Überzahlsituation zum 3:0, das Patrick Hucko erzielte (25.). Der Treffer war schön herausgespielt, die Pinguins passten so lange um die Freiburger Abwehrbox herum, bis sich eine Lücke für Hucko bot. Der schussstarke Verteidiger hatte bereits am Sonntag gegen Riessersee zwei Tore erzielt.
Das Spiel wurde galliger, was in erster Linie an den frustrierten Gästen lag. Die Pinguins ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und gaben die Antwort auf dem Eis. Alexandre Parent erhöhte zum 4:0, allerdings unter gütiger Mithilfe des Freiburger Goalies (35.). Glaser ließ den an sich harmlosen Puck durch seine Schoner ins Netz trudeln.
Die Pinguins erwischten auch im Schlussabschnitt den besseren Start. Markus Schmidt, der gerade von der Strafbank gekommen war, traf mit einem trockenen Schuss zum 5:0 (42.). Auch bei diesem Gegentor sah Freiburgs Glaser schlecht aus.
Auf der Gegenseite konnte sich Lusins noch mal auszeichnen. Der Lette wehrte einen Penalty von Mizzi ab. Kurz darauf klingelte es doch in Lusins' Kasten: Rudolf Gorgenländer erzielte in Überzahl den Ehrentreffer für die Gäste (56.). Den Pinguins-Fans war es egal, sie feierten den Sieg ihrer Lieblinge. (dir)
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