Die Vorgeschichte: Der Amerikaner, der seit dem 28. Januar 2010 bei den Eisbären unter Vertrag steht, war in der Sommerpause des vergangenen Jahres trotz eines gültigen Kontrakts mit den Niedersachsen nicht in die Löwenstadt zurückgekehrt. Er zog es vor, nach Spanien zu wechseln.
Drevo soll, um nach Spanien wechseln zu können, in Braunschweig eine Aufhebungsvereinbarung unterschrieben haben mit dem Passus, in der Saison 2009/10 nicht zu einem anderen BBL-Team zu wechseln.
Aus diesem Grund wollten die Phantoms jetzt Drevos Engagement beim Liga-Konkurrenten Bremerhaven in der BBL mit einem gerichtlichen Eilantrag stoppen.
Am Donnerstag fuhr Drevo gemeinsam mit seinen Hannoveraner Rechtsanwälten Holger Kern und Dr. Rainer Cherkeh zur Verhandlung beim Arbeitsgericht Braunschweig.
Dr. Rainer Cherkeh: „Auf dringendes Anraten des Arbeitsgerichts und zur Vermeidung eines für sie negativen Urteils haben die Phantoms Braunschweig daher ihren Antrag im Kammertermin zurückgenommen.“
Der Jurist aus Hannover stellte im Gespräch mit der NORDSEE-ZEITUNG klar, „dass Andrew Drevo in vollem Umfang vertragstreu geblieben ist und sich zu 100 Prozent an die Vereinbarung gehalten hat“.
Auf Einzelheiten der Vereinbarung, die die Phantoms mit Drevo geschlossen hatten, wollte Cherkeh („ich bitte um Verständnis, dass ich Inhalte der Vereinbarung nicht zitieren kann“) nicht eingehen. Nur so viel war der Anwalt bereit, preiszugeben: „Die Vereinbarung ist aus verschiedenen formellen und materiellen Gründen nicht haltbar gewesen.“
Bereits in der vergangenen Woche hatten die Braunschweiger Drevo von ihrem Vorhaben unterrichtet, ihm notfalls per einstweiliger Verfügung das Teilnahmerecht zu verweigern. Der Ex-Kapitän der Phantoms hatte daraufhin seine Anwälte unterrichtet, die dann in Bremerhaven und Braunschweig Schutzschriften hinterlegten, um einen Tag vor dem Spiel in Oldenburg einem drohenden Spielverbot entgegenzuwirken. „Das ist anwaltlicher Standard“, sagte Cherkeh gestern.
Die Braunschweiger wollten ihre Niederlage vor Gericht nicht kommentieren. „Drevo ist für mich eine Persona non grata. Dazu sage ich nichts“, so Phantoms-Sportdirektor Oliver Braun. (rie)
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